Verfasst von: nicoret | Dezember 3, 2007

Blogs: jede eine Publizistin/jeder ein Publizist

Weblog („Web“ und „Logbuch“), kurz Blog, ist heute die populärste Form der persönlichen Onlineveröffentlichung. Einige Zahlen: jede/r zweite/r Deutsche ist heute Internetbenutzer, etwa jeder dreissigste davon ist Blogger/in (besonders jüngere Menschen) (Nicola Döring, Psychologie Heute, August 2005, 36-39). Die USA als Verlgeich: 7% der Internetbenutzer/innen schreiben und 27% lesen Blogs. Ich vermute, dass in der Schweiz die aktive Blog-Gemeinde ebenfalls entsprechend zunehmen wird.

Blogs sind unabhängig von Medienorganisationen. Rund die Hälfte lässt sich als Onlinetagebücher beschreiben, die andere Hälfte als Themenblogs. Frauen und Männer bloggen international gesehen etwa gleich stark. Tagebuchblogs sind bei Frauen, Themenblogs bei Männern etwas beliebter. Wobei die Grenzen recht fliessend sind. Die Tendenz deckt sich jedoch mit meinem Blogeintrag vom 10.10.07.

Blogs sind nicht nur chronologisch, sondern können auch nach Inhaltsrubriken sortiert sein: z.B. zur

- Werbetexter-Branche www.werbewunderland.de

- zur Supermarkt-Betreibung www.shopblogger.de

- zur Gastronomie www.gumia.de oder

- zu neusten psychologischen Forschungsergebnissen http://psychcentral.com/blog/.

Ich stelle fest, dass es bei dieser Informationsflut gar nicht so einfach ist, das Wesentliche zu erkennen.

Hinter manchen Blogs stehen ganze Autorenteams wie z.B.

- Medieninformatikstudentinnen/-studenten der Uni Ulm www.medienmami.de (mit ihrem lustigen Medien-Mami-Video http://medienmami.uni-ulm.de/das-medienmami-video/)

- Bloggerinnen und Blogger übers Bloggen http://blogosfear.blogg.de/

Es gibt auch offene Kollektivblogs, in denen sich jede Frau und jedermann äussern kann.

Ich bekomme den Eindruck, dass es fast nichts gibt, was es nicht gibt – ausser Zeitmangel, all das zu lesen und zu kommentieren.


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