Heute bekamen wir einen Einblick in „serious games“, d.h. Simulationsspiele mit Lernwert. Unter anderem zeigte uns Max eine Kostprobe des Wirtschaftsspiels learn2work, das am Kaufmännischen Zentrum Zug eingesesetzt wird. Auch gab es ein Muster der Lernsoftware global conflicts Palestine, das für meinen Geschmack doch recht viele und starke Gewaltszenen darstellt. Neben kommerziellen Produkten sind auch kostenlose wie z.B. der IT-Manager von Intel erhältlich.
Wahrscheinlich wird es in Zukunft immer mehr und immer realistischere Spiele geben. Im Moment sehe ich wenig sinnvolle Einsatzmöglichkeiten in meinem Unterricht. Das kann sich jedoch noch ändern.
Sebastian stellte uns sein WebQuest zum Thema Berufswahl Biologie/Chemie vor. Wir erfuhren von ihm, was überhaupt ein WebQuest ist und wie er sein Beispiel hergestellt hat. Hoffentlich wird es seine Schülerinnen und Schülern einmal in ihrer Studien- und Berufswahl unterstützen.
Zum Schluss ging es um die Bedeutung von Support im Online-Studium (Olav Zuwacki-Richter, 2004). Anhand eines „Tagebuch“-Ausschnitts der E-Coaching-Expertin Gilly Salmon OU leiteten wir wichtige Skills für das E-Moderating ab: Englisch, interkulturelle Kompetenz, technische Kenntnisse und Fertigkeiten, Kommunikations- und Organisationsfähigkeit, Networking u.a.m. Max stellte uns die psychological needs für erfolgreiches E-Learning vor: Belonging, Power, Freedom, Fun (Modell nach Glasser, Control Theory, 1984). Auch das 5 Stufenmodell ist für das Gelingen von E-Learning sehr entscheidend: Zugang und Motivation, Online Sozialisation, Informationsaustausch, Wissenskonstruktion, Autonomes Lernen (nach Gilly Salmon). Es braucht natürlich auch eine E-Moderatoren-Netiquette. Auch im Netz macht der Ton die Musik.
Ein beispielhafter Support bietet sicher die OU für ihre Studierenden. Das ist schon eine hohe Schule Dank langjähriger Erfahrung und Entwicklung. Ich habe einen Eindruck bekommen, worauf ich als Lehrerin bei der E-Learning-Begleitung achten könnte und sollte.
Da ich ja im Parallelkurs am späteren Nachmittag bin, war ich neugierig zu lesen, was bei euch vorher so alles passiert. Es war sicher interessant, von Sebastian über sein WebQuest informiert worden zu sein, das habe wir leider verpasst. Insofern bin ich froh, mal bei dir ‘reingeschaut zu haben.
Auch unser Kurstag fing mit dem Nachtrag über „serious games“ im Unterricht an, für die auch ich den Bezug zu meinem Fach, Spanisch, noch nicht entdeckt habe. Werde mich aber umhören, ob es da etwas gibt, da ich mich selbst zu den „homo ludens“ rechne und auch meinen Schülern gerne spielerische Lernaktivitäten anbiete.
Von: Susanne Tempelmann am November 4, 2007
um 5:08